Bauarbeiten in der Tullastraße

Ab Sommer 2026 bekommt die östliche Tullastraße zwischen dem Kreisverkehr auf Höhe der Engesser Straße und der Kreuzung mit der Zähringer Straße eine umfassende Erneuerung. Das ist dringend notwendig, denn die Fahrbahn sowie die Geh- und Radwege sind stark beschädigt. Damit die Straße nicht mehrfach aufgerissen werden muss und die Belastungen für Anwohner*innen und Verkehr möglichst gering bleiben, stimmen Stadt und Versorgungsunternehmen ihre Arbeiten eng aufeinander ab. Mehrere Baustellen folgen kurz aufeinander: Nachdem Leitungen, Kanäle und Fernwärmenetz im Untergrund saniert, erneuert und ausgebaut sind, gestaltet das Garten- und Tiefbauamt die Straße mit ihren Geh- und Radwegen und die Kreuzung neu. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Herbst 2028 abgeschlossen sein und bringt Vollsperrungen mit sich.
Kanalarbeiten
Los geht es unter der Erde: Bevor die Arbeiten an der Oberfläche beginnen, wird die Infrastruktur im Untergrund auf den neuesten Stand gebracht. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung (ESE) erneuert ab dem 24. August die Kanäle in der Tullastraße und ihren Nebenstraßen. Die ersten Arbeiten in der Offenburger Straße und der Buchenstraße laufen vom 24. August bis Ende Oktober 2026. Die Straßen sind währenddessen abschnittsweise voll gesperrt. Wer zu Fuß unterwegs ist, kommt immer durch.
Ausbau des Fernwärmenetzes
Parallel dazu treibt die Badenova Wärmeplus die Wärmewende in Freiburg voran und baut ab dem 31. August 2026 bis voraussichtlich Herbst 2027 das Fernwärmenetz in der Tullastraße aus. Während der Arbeiten zwischen der Karlsruher Straße und der Zähringer Straße steht jeweils ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Anwohner*innen können jederzeit ins Wohngebiet fahren.
Abschnittsweise Vollsperrung der Tullastraße
Die Hauptarbeiten in der Tullastraße starten dann am 20. Oktober 2026 und dauern bis Anfang Oktober 2027. Währenddessen ist die Tullastraße abschnittsweise für Autos voll gesperrt. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können die Baustelle jederzeit passieren. Von Oktober 2026 bis Mai 2027 betrifft die Vollsperrung den Bereich der Unterführung; nacheinander sind auch die Einmündungen Karlsruher Straße und Siemensstraße gesperrt. Ab Mai 2027 wandert die Vollsperrung abschnittsweise in Richtung Kreisverkehr zur Engesser Straße.
Großräumige Umleitungen werden weiträumig ausgeschildert:
- U1 (Richtung Zähringen/Güterbahnhof/Innenstadt): Lembergallee/Mooswaldallee – Isfahanallee – Zähringer Straße.
- U2 (Richtung Industriegebiet): Zähringer Straße/Isfahanallee – Hans-Bunte-Straße – Zinkmattenstraße.

Sicherheit, Klimaanpassung und Barrierefreiheit
Wenn alle Leitungen im Untergrund verlegt sind, saniert und gestaltet das Garten- und Tiefbauamt anschließend bis voraussichtlich Herbst 2028 den gesamten Straßenraum grundlegend um. Dabei stehen mehr Sicherheit, Klimaanpassung und Barrierefreiheit im Fokus:
- Radverkehr: Es entstehen neue, zeitgemäße und breitere Radstreifen. Ein 0,75 Meter breiter Sicherheitstrennstreifen soll Radfahrende künftig vor Unfällen durch plötzlich geöffnete Autotüren schützen. Die Einmündung der viel befahrenen Radvorrangroute „FR2“ wird übersichtlicher gestaltet. An der Kreuzung zur Zähringer Straße richtet das GuT zudem Radaufstellstreifen ein, sodass die Radfahrer*innen sich bei Rot vor den Autos direkt an der Kreuzung aufstellen können.
- Fußverkehr: Fußgänger*innen und Radfahrende erhalten eigene, baulich getrennte Bereiche. In Abschnitten wird der südliche Gehweg breiter. Durchgezogene Gehwegüberfahrten an den Einmündungen der Wohnstraßen (z. B. Offenburger Straße) signalisieren den Autofahrer*innen künftig, dass die Fußgänger*innen Vorrang haben.
- Klimaanpassung: Auf der Südseite werden knapp 140 Quadratmeter Asphaltfläche entsiegelt. Hier entstehen neue Grünstreifen mit sieben zusätzlichen Stadtbäumen, die im Sommer für Abkühlung sorgen.
- ÖPNV und Lärmschutz: Die Bushaltestellen „Siemensstraße“ und „Offenburger Straße“ werden barrierefrei ausgebaut. Eine bauliche Verengung sorgt für eine automatische Verkehrsberuhigung und senkt den Lärmpegel für Anwohnende nachhaltig.
- Neuordnung des Parkraums auf der Südseite: Um die neuen Radwege regelkonform und sicher umzugestalten, wären bei beidseitigem Parken zusätzliche Sicherheitstrennstreifen notwendig. Da dafür nicht genügend Platz ist, muss das Parken auf der Südseite komplett entfallen. Nur so ist es möglich, die Straße für den Radverkehr sicher umzugestalten und zugleich die Bäume auf der Nordseite zu erhalten. Der gewonnene Raum wird für die Geh- und Radwege sowie die neuen Baumscheiben genutzt. Die Parkplätze auf der Nordseite zwischen den Bäumen bleiben.
Das Garten- und Tiefbauamt (GuT), die Stadtentwässerung Freiburg (ESE) und die Badenova Wärme Plus bitten um Verständnis für die Einschränkungen. Nach Abschluss der Arbeiten führt die Verkehrsberuhigung zu einer spürbaren und langfristigen Steigerung der Lebensqualität im Quartier.