Mit Geldern von Land und Förderverein
Stadt saniert 80 Grabmale auf dem Alten Friedhof

Mit einer von Land und Förderverein unterstützten Kampagne frischt die Stadt 80 Grabsteine auf dem Alten Friedhof in Herdern auf. Gearbeitet wird an 19 Metall- und drei Holzkreuzen sowie an 37 Natur- und 21 Grabsteinen, die nicht sicher genug stehen.
Zuständig für die Sanierung ist das städtische Immobilienmanagement (IMF). Bei der Gelegenheit untersuchen die Fachleute auch das große Kreuz vor der Michaelskapelle, damit es später restauriert werden kann.
Wichtige Unterstützung von Land und Förderverein
Die Arbeiten beginnen im September und kosten knapp 420.000 Euro. Im Juni erhielt das IMF dafür 139.000 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege. Der Verein Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs trägt mit einer großzügigen Spende von 80.000 Euro zur Erhaltung der Grabsteine bei. Der Restbetrag kommt aus dem städtischen Haushalt.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Land Baden-Württemberg und dem Förderverein bedanken.
Erster Bürgermeister Martin Haag
Um die Arbeiten vorzubereiten, hatte das IMF zuvor ein Lapidarium eingerichtet. So nennt man eine Sammlung von Steindenkmälern, die häufig in der Nähe des ursprünglichen Standorts gelagert oder ausgestellt wird. Dadurch entfallen hohe Kosten für Transport und externe Lagerung. Außerdem können die Fachleute auch in den Wintermonaten an den Skulpturen arbeiten.
Alle 1.200 Grabsteine sollen saniert werden
Der Alte Friedhof in Herdern ist einer der ältesten noch erhaltenen Friedhöfe in Deutschland. Damit dieses kulturelle Erbe erhalten bleibt, pflegt und saniert das IMF in Zusammenarbeit mit dem Förderverein schrittweise alle 1.200 Grabmale, die dort stehen.
Innerhalb von zehn Jahren sollen alle sanierungsbedürftigen Steine neu gemacht werden. Über 160 stark beschädigte Exemplare sind schon in Stand gesetzt.