Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 15. Juni 2026
An der fünften Ratssitzung in diesem Jahr nahmen 10 Mitglieder des Rates teil. Zwei Ratsmitglied fehlten entschuldigt. Ortsvorsteher Christoph Brender leitete die Sitzung. Die öffentliche Sitzung dauerte 65 Minuten. Zuhörer*innen: 17.
Stellungnahme der Stadt Freiburg zur erneuten Offenlage des Planentwurfs „Teilfortschreibung Windenergie“ des Verbands Region Südlicher Oberrhein
Der Ortschaftsrat Kappel hat sich in seiner Sitzung mit der erneuten Offenlage des Planentwurfs „Teilfortschreibung Windenergie“ des Verbands Region Südlicher Oberrhein (Drucksache G-26/100) beschäftigt und hierzu ein Votum beschlossen.
Einleitend erläuterte Ortsvorsteher Brender die Hintergründe und nahm Bezug auf die vorliegende Drucksache. Die zur Sitzung geladene Fachreferentin des Stadtplanungsamtes konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Deshalb verlas der Ortsvorsteher die schriftliche Erläuterung des Stadtplanungsamtes.
Kernaussagen der städtischen Stellungnahme und Bedeutung für Kappel:
Inhaltlich enthält die Stellungnahme der Stadt Freiburg gegenüber der ersten Offenlage keine grundsätzlichen Neuerungen: Die im Regionalplan benannten Gebietskulissen auf Freiburger Gemarkung bleiben im Wesentlichen bestehen; neue Flächen wurden nicht ausgewiesen.Für die Gemarkung Kappel bleiben die bereits bekannten Bereiche betroffen. Konkret sind weiterhin in der Kulisse enthalten:Kybfelsen (Kennzeichnungen W‑132‑1 bis W‑132‑3). Zur Herausnahme dieser Flächen hatte die Stadt Freiburg bereits in ihrer Stellungnahme zur ersten Offenlage vom 27.08.2024 geraten. Im aktuellen Entwurf wurde die Fläche W‑132‑2 aufgrund hoher Konfliktintensität, geringerer Windhöffigkeit und Überlastungsschutz jedoch deutlich reduziert.Prangenkopf (W‑132‑4). Auch hier wurden im westlichen Bereich Flächen herausgenommen, die Kulissen sind insgesamt verkleinert worden.
Beschluss:
Der Ortschaftsrat Kappel hat die Stellungnahme der Stadt Freiburg zur erneuten Offenlage des Planentwurfs „Teilfortschreibung Windenergie“ des Verbands Region Südlicher Oberrhein (Drucksache G‑26/100) mehrheitlich abgelehnt.
Abstimmungsergebnis:
Zustimmung: 3 Ablehnung: 4 Enthaltungen: 3, bei 2 abwesenden Ratsmitgliedern.
Der Ortschaftsrat wird dem Gemeinderat seine ablehnende Stellungnahme mit Begründung übermitteln. Der Ortsvorsteher wies darauf hin, dass für eine abgestimmte Ortschaftsrats‑Stellungnahme noch knapp drei Wochen Zeit bleiben. Die Frist endet im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am 15.07.2026.
Sitz!Platz! – Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum
Der Ortsvorsteher bat die Mitglieder des Ortschaftsrats um Vorschläge für geeignete Standorte in Kappel, an denen neue Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum eingerichtet werden sollen.
Insgesamt wurden laut der dem Ortschaftsrat vorgelegten Drucksache schon 179 Vorschläge im Stadtgebiet Freiburg eingereicht. Alle Vorschläge wurden fachlich durch das Garten- und Tiefbauamt ausgewertet. 65 Vorschläge sind gut geeignet. 78 Vorschläge sind eingeschränkt geeignet. 36 Vorschläge sind nicht geeignet. Ein eingereichter Standort in Kappel am Eschenwegle ist nicht realisierbar, da es sich um Privatgelände handelt und es hier um ein Sonderprogramm für Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum geht.
Ergebnis:
Der Ortschaftsrat nahm die städtische Informationsdrucksache zur Kenntnis.
Zweite FRELO-Station als Probestation in Kappel
Hierzu hatte Ortsvorsteher Christoph Brender eine erfreuliche Nachricht: Die VAG wird eine zweite FRELO-Station als Probestation in Kappel einrichten und die Nutzung für ein Jahr testen. Anschließend soll ausgewertet werden, wie sich die Nutzung der Station in der Königsberger Straße und der Probestation in der Ortsmitte (Reichenbachstraße) entwickelt. Dann kann in Abstimmung mit der Ortschaft entschieden werden, ob die bestehende Station verlegt werden soll oder nicht.
Bekanntgaben und Verschiedenes
Der Ortsvorsteher informierte, dass der für September 2026 geplante Start des neuen Naturkindergartens in Kappel voraussichtlich auf April 2027 verschoben wird. Grund seien aufwendige Fachverfahren zur Genehmigung. Außerdem informierte er über einen genehmigten Bauantrag für einen Anbau mit Außentreppe und Einbau einer Dachgaube an einem Wohnhaus in der Sommerackerstraße.
Fragen der Bürger*innen
Bei den Fragen der Bürger*innen ging es um das Genehmigungsverfahren bei Windkraftanlagen und die Frage, warum sich die Windräder oft nicht drehen? Des Weiteren wurde nach der Zahl der geplanten Windkraftanlagen am Prangenkopf und nach der Möglichkeit einer wirtschaftlichen Beteiligung der Bürger*innen an den Windkraftanlagen gefragt.
Ein Bürger wollte wissen, ob die Stadt oder die VAG bei der Bushaltestelle in der Butzenhofstraße eine neue Haltestelle einrichten wird, da der Bauzaun an der Bushaltestelle aus seiner Sicht ein Hindernis für die Fahrgäste der Buslinie 17 darstellt.
Alle Fragen wurden vom Ortsvorsteher direkt beantwortet. Um weitere Veranlassungen, z.B. bei Nachfragen an die Fachämter der Stadtverwaltung kümmert sich die Ortsverwaltung Kappel.