Für die Ernährungswende

Akteur*innen stärken

Marktstände, Kund*innen und Außenbestuhlung auf dem Münstermarkt

In Freiburg gibt es neben engagierten Einzelpersonen viele Institutionen, Organisationen und Vereine, die sich für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem einsetzen. Da dies nur gemeinsam gelingt, arbeitet die Stadt mit diesen Akteur*innen zusammen, um Ressourcen zu bündeln und sich gegenseitig zu stärken.

Netzwerke

Netzwerke der Bio-Städte

Logo mit Schriftzug "Mitglied im Netzwerk der BIO-Städte"

Freiburg ist Gründungsmitglied des Netzwerks der Bio-Städte. Regelmäßig tauscht sich das Umweltschutzamt mit den dort vernetzten Kommunen aus. Wichtig ist dabei sowohl der Austausch über praxistaugliche Beispiele, wie etwa der Gestaltung der Kita- und Schulverpflegung und Förderung der regionalen Ernährungswirtschaft, als auch die „Lobbyarbeit“ des Netzwerks gegenüber dem Bund und auf Veranstaltungen wie der Grünen Woche oder den Ökofeldtagen. Auf europäischer Ebene vertritt der Dachverband „Organic Cities“ die Interessen der Bio-Städte.

Bio-Musterregion Freiburg

Logo Bio-Musterregion Baden-Württemberg

Bundesweit gibt es zahlreiche von den Ländern geförderte Bio-Musterregionen. Seit 2020 bildet die Stadt zusammen mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald die Bio-Musterregion Freiburg. Ziel ist es, bis 2030 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Baden-Württemberg ökologisch zu bewirtschaften. Das Regionalmanagement der Bio-Musterregion vernetzt dazu Akteur*innen aus der Erzeugung, der Verarbeitung und Vermarktung sowie Konsument*innen miteinander.

Ernährungsrat Freiburg und Region

Logo mit Schriftzug "Ernährungsrat Freiburg & Region"

Der 2018 unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters gegründete Ernährungsrat ist dank seiner zunehmenden Professionalisierung ein wichtiger Partner für die Stadt. Hier engagieren sich Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, um konkrete Projekte voranzutreiben und politische Forderungen zu formulieren. In den Gremien und Arbeitsgruppen sind auch drei Mitarbeitende aus dem Amt für Schule und Bildung beziehungsweise dem Umweltschutzamt mit dabei.

Kantinengespräche

Großküche mit Fokus auf Kellen und Schöpfer

Die Veranstaltungsreihe Kantinengespräche richtet sich an Großküchen. Ursprung waren der „Kantinenkongress“ 2016 und „Kantine trifft Region“ 2020. Beide Veranstaltungen hatte das Umweltschutzamt initiiert, um insbesondere Großküchen und deren Lieferant*innen ein Forum zu bieten. Heute finden die Vernetzungstreffen in Kooperation mit dem Ernährungsrat und anderen Organisationen als Veranstaltungsreihe statt. Im Mittelpunkt steht ein praxisorientierter Wissensaustausch. Es gibt Fachvorträge, Erfolgsbeispiele und moderierten Diskussionen über Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen.

Zentrum für Ernährung und Agrikultur (HOF)

Logo "HOF"

Mit solch einem Zentrum soll ein innovativer Ort geschaffen werden, der die regionale und nachhaltige Ernährung in den Mittelpunkt stellt und zugleich Raum für die Vernetzung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und ökologischer Themen bietet.

Im Ernährungsrat gibt es die Idee für solch ein Zentrum für Freiburg und die Region seit 2019. 2021 hat er im Auftrag der Stadt ein Konzept entwickelt. Seitdem wurden Teile des Konzeptes in verschiedenen Pop-Ups erprobt.